Start Baugeschichte Die 1990er Jahre Dokument 2

Die 1990er Jahre

 

 

 
 
 
 Beschlussvorlage
X öffentlich   nichtöffentlich
Drucksache Nr. (ggfls Nachtragsvermerk)
92 0
502

 

Amt, Auskunft erteilt, Telefon-Durchwahl Datum
65 - Hochbauamt - Herr Edler - 1 69-43 07 30.03.1992

 

Sitzungstermine
Beratungsfolge
Bau- und Grünausschuß 12.05.92
Rat der Stadt 21.05.92

 

 

Betreff
Gestaltung der Eingangshalle im Turm des Hans-Sachs-Hauses an der Munckelstraße

Inhalt der Mitteilung

Das Hans-Sachs-Haus ist ein von dem Architekten Alfred Fischer in den Jahren 1924 - 27 errichtetes Verwaltungsgebäude, das auf Grund seiner hohen baukünstlerischen Qualität unter Denkmalschutz gestellt wurde. Von besonderem künstlerischen Wert war die ursprüngliche, von dem Maler Max Burchartz im Geiste des seinerzeit als zukunftweisend geltenden Bauhausstils erfolgte innere Ausmalung. Diese hatte ein Wegeleitsystem für das gesamte Gebäude zum Inhalt.

 

Es wird beabsichtigt, Haus und Malerei im Rahmen notwendiger Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen in der ursprünglichen Form und Farbe wiederherzustellen.

Zum Auftakt soll zunächst mit der ehemaligen Hoteleingangshalle im Turmtreppenhaus an der Munckelstraße begonnen werden.

Baumaßnahmen:
Rechts und links vom Eingang werden die verglasten Eckfenster wiederhergestellt. Die inneren Wände werden entfernt, so daß eine Raumeinheit mit der Eingangshalle entsteht. Es wird hiermit eine transparente Eingangszone mit einem verglasten Windfang zwischen zwei Pfeilern gebildet.
Die innere Differenztreppe mit 5 Stufen wird unter Wegfall der Seitenwangen durch eine großzügige neue Stufenanlage mit frei auslaufenden Antrittsstufen ersetzt. Der Rest des alten Aufzugschachtes wird entfernt. Auch im inneren Bereich der Halle vor dem Antritt der Geschoßtreppe wird die ehemalige räumliche Transparenz durch Öffnen der Wandscheiben zwischen den beiden Mittelpfeilern wieder hergestellt.

Wand- und Deckenqestaltunq:
Die ursprüngliche Ausmalung nach dem Konzept von Max Burchartz ist nicht mehr zu rekonstruieren. Aus Literatur, alten Fotos und aus Forschungsergebnissen des Restaurators Dr. Hellbrügge sind jedoch die ehemaligen Farbtöne und die vom Bauhaus bestimmten Gestaltungscharakteristika bekannt. Auf dieser Grundlage wurde das vorliegende Konzept zur Wand- und Deckengestaltung einschl. der ersten beiden Treppenläufe bis zum 1. Obergeschoß erarbeitet. Besondere Berücksichtigung fanden dabei die Grundtöne des Farbleitsystems und die künstlerisch ausgeprägte Farbflächenverteilung der Architekturelemente in ihrer die Baustruktur überhöhenden oder auch freiüberspielenden Methodik.

Die Kosten der Maßnahme betragen insgesamt 145.000,00 DM.

Mittel stehen im Rahmen der Gebäudeunterhaltung des Hans-Sachs-Hauses zur Verfügung.

 

Neumann
OStD.ViA.